Zahnbehandlung in Narkose und Dämmerschlaf

In unserem Team werden Sie von einer erfahrenen Fachärztin für Anästhesie betreut, die ihre Facharztausbildung am Universitätsklinikum Heidelberg absolviert hat und fast 20 Jahre als Fachärztin für Anästhesie tätig ist.

Die meisten Menschen denken bei Kieferorthopädie nur an schöne Zähne. Sie kann aber auch zur Gesundheit beitragen! (© Yuri Arcurs - Fotolia.com)
Für Angstpatienten bieten wir die schonende Behandlung im Dämmerschlaf und Narkose an! Hierfür haben wir für Sie einen erfahrenen Facharzt für Anästhesie im Team

Einige Erwachsene und auch Kinder benötigen für die stressfreie Zahnbehandlung, gerade bei aufwendigeren therapeutischen Maßnahmen eine Behandlung im Dämmerschlaf oder Narkose.  

Vor allem bei Kindern ist die Behandlung in Sedierung ein wichtiges Werkzeug, das uns die Möglichkeit gibt, die Zahnbehandlung unter Reduktion von Stress für die jungen Patienten und den Eltern durchführen zu können. Durch die damit verbundene Reduktion der Angst vor der zahnärztlichen Behandlung und auch während der Behandlung können im wesentlichen Zahnarztphobien vorgebeugt werden. 

Was sollte vor der Behandlung in Sedierung beachtet werden?

Vor einer Behandlung in Sedierung sollte individuell bei jedem Patienten der Nutzen und das Risiko einer Behandlung in Sedierung abgewogen werden!

Dies erfolgt in unserem Team gemeinsam mit der Fachärztin für Anästhesie unter Berücksichtigung des Alters, des Gewichts, der Allgemeinerkrankungen, der Kooperationsfähigkeit des Patienten, des individuellen Sedierungsrisikos (Mundöffnung, Kieferrelation "fliehendes Kinn" etc.), des Behandlungsaufwands und vor allem der Behandlungsdauer. 

 

Hierbei wird in der Zahnarztpraxis Bodem die Behandlung in Sedierung  ausschließlich im Zusammenhang mit einem zahnärztlichen Behandlungskonzept angeboten.

Für uns ist es daher nicht zielführend, Patienten ausschließlich in der Narkose zu behandeln und die weitere zahnärztliche Betreuung durch einen anderen Hauszahnarzt zu gewährleisten, wie dies üblicherweise in Zahnkliniken erfolgt. 

Die Behandlung in Sedierung sollte idealerweise der Beginn der vertrauensvollen, stressfreien zahnärztlichen Betreuung für den Rest des Lebens sein!

,Was ist das Ziel der Behandlung in Narkose?

 

Ziel ist es, die Behandlung in Sedierung als letztes Mittel anzubieten, um eine dringend notwendige, aber stressfreie Therapie bei einem unkooperativen Patienten anbieten zu können. 

Dieses Konzept beinhaltet aber auch gleichzeitig eine stufenweise Desensibilisierung, um den Patienten mittelfristig eine stressfreie zahnärztliche Behandlung in lokaler Betäubung zu ermöglichen. Ziel ist es, dem Kind einen "normalen" Umgang mit dem Zahnarzt zu ermöglichen. Damit soll das Risiko einer Zahnarztphobie im Erwachsenenalter minimiert werden.

Unser Leitbild sieht daher eine Versorgung des Kindes, des Jugendlichen und irgendwann Erwachsenen an einem Standort vor. Durch unsere zahnärztliche und ärztliche Expertise ermöglichen wir damit die Behandlung der ganzen Familie über mehrere Generationen. Eine Weiterüberweisung an eine andere Praxis ist damit in der Regel überflüssig. 

Was ist eine Sedierung?

Bei der Sedierung handelt es sich um eine Dämpfung des zentralen Nervensystems durch spezielle Medikamente (Beruhigungsmittel). 

Durch den gleichzeitigen Einsatz von Medikamenten zur Schmerzbehandlung (Analgetika) spricht man dann von der sogenannten Analgosedierung.

 

Gibt es Unterschiede bei der Sedierung? 

Man unterscheidet verschiedene Stadien. Insgesamt sind diese stufenweise, d.h. nach der Tiefe der Sedierung definiert. 

Stadium I: Minimale Sedierung (Lachgas) 

Stadium II: Moderate Sedierung (Tabletten, Zäpfchen)

Stadium III: Tiefe Sedierung (als Infusionen)

Stadium IV: Allgemeinästhesie (Intubationsnarkose)

 

Was ist die Vollnarkose?

Vollnarkose ist der umgangssprachliche Gebrauch für Allgemeinanästhesie, also Sedierung Stadium IV.

Entscheidend für die Durchführbarkeit einer Allgemeinanästhesie bzw. Vollnarkose ist die Sicherstellung der künstlichen Beatmung. 

 

Warum erfolgt bei uns die Sedierung grundsätzlich durch einen Facharzt für Anästhesie und nicht durch einen Zahnarzt?

Nach den Richtlinien zur Analgosedierung für diagnostische und therapeutische Maßnahmen bei Erwachsenen (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin) gibt es Vorgaben für die Anwendung von Sedierungen durch Nicht-Anästhesisten https://www.bda.de/docman/alle-dokumente-fuer-suchindex/oeffentlich/empfehlungen/568-analgosedierung-fuer-diagnostische-und-therapeutische-massnahmen-bei-erwachsenen/file.html

Neben der grundsätzlichen apparativen und personellen Ausstattung, spielt aber vor allem das Ausmaß der Sedierung (Stadium) eine große Rolle bei dem individuellen Narkoserisiko. 

Denn leider kann nicht immer vorausgesehen werden, wie der jeweilige Patient auf die Anwendung eines Sedativums reagiert. Es wird daher gefordert, dass der Arzt die Notfallmaßnahmen sicher beherrschen kann, wenn es doch zu einer tieferen Sedierung kommt als geplant ("deep sedation"), da in diesem Stadium die Schutzreflexe und die Spontanatmung nicht mehr adäquat funktionieren. Von einer zahnärztlichen Betreuung wird in diesem Zusammenhang nicht gesprochen.

Um Ihnen den höchstmöglichen Sicherheitsstandard bei Ihrer Behandlung gewährleisten zu können, sind wir der Meinung, dass solche Risiken und die damit verbundenen Komplikationen nur sicher durch einen Facharzt für Anästhesie vermieden bzw. behandelt werden können.  

 

 

Erfolgt die Sedierung von Kindern auch durch einen Facharzt für Anästhesie und warum?

Die Behandlung unserer Patienten erfolgt grundsätzlich nicht auf persönlichen Empfehlungen sondern evidenzbasiert, also nach Leitlinien der Fachgesellschaften. 

Bei der Analgosedierung von Kindern gibt es eine Handlungsempfehlung der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (GPOH) und dem wissenschaftlichen Arbeitskreis Kinderanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI).  

https://www.bda.de/docman/alle-dokumente-fuer-suchindex/oeffentlich/empfehlungen/597-analgosedierung-fuer-diagnostische-und-therapeutische-massnahmen-im-kindesalter/file.html

Auf die Zahnbehandlung in Sedierung wird im Folgenden empfohlen, dass eine Allgemeinanästhesie mit Sicherung der Atemwege durch eine Intubation immer dann erfolgen sollte, wenn mit Beruhigungstabletten keine ausreichende Stressminimierung erreicht werden kann. Die Inhalation von Lachgas und / oder volatile Anästhetika sollten bei ungeschützten Atemwegen nicht angewendet werden. 

 

 




Was ist mit der Anwendung von Lachgas?

Die Anwendung von Lachgas kann vor allem bei kooperativen Erwachsenen eine gute Möglichkeit der Sedierung sein. 

Bei Kindern unter 4 Jahren ist eine Anwendung der Maske nicht möglich, da eine entsprechende Kooperation fehlt.

Grundsätzlich besteht bei umkooperativen Kindern sogar eine Kontraindikation für die Anwendung einer Lachgassedierung.

https://www.bda.de/docman/alle-dokumente-fuer-suchindex/oeffentlich/empfehlungen/913-einsatz-von-lachgas-zur-minimalen-sedierung-von-kindern-in-der-zahnheilkunde/file.html

Zudem sehen wir die Anwendung zumindest hinsichtlich unserer Mitarbeiter kritisch, da die regelmäßige Anwendung mit gesundheitlichen Risiken (Myelopathien, Vitamin B 12 Erniedrigung etc.)beim Anwender assoziiert ist. 


Wünschen Sie weitere Informationen über die Möglichkeiten der zahnärztliche Behandlung in Sedierung ?

Kommen Sie einfach zum persönlichen Beratungstermin in unserer Praxis vorbei. 

Wir freuen uns über Ihren Besuch. 

 

Ihr Praxisteam Bodem

 

Terminvereinbarung unter 06221/ 802819


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